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Was tun bei Muskelkater?

Ruhe oder weiter trainieren?

Bei heftigem Muskelkater verursachen schon kleinste Bewegungen Schmerzen. Doch was ist jetzt besser: die Muskeln einfach weiter zu belasten oder ihnen so lange Ruhe zu gönnen, bis die Schmerzen vollständig abgeklungen sind?

Was ist Muskelkater eigentlich?

Die überraschende Antwort lautet: Selbst Wissenschaftler wissen es bis heute nicht so richtig. Seit Beginn der Forschungen zu diesem Thema wurden die unterschiedlichsten Theorien diskutiert. Während manche Sportärzte erhöhte Milchsäurebildung vermuteten, machten andere Magnesiummangel für die Beschwerden verantwortlich. Aktuell sehen die meisten Experten mikroskopisch kleine Verletzungen innerhalb der Muskelfasern infolge von Überlastung als Auslöser der Schmerzen. Es entstehen Entzündungen, die den Muskel anschwellen lassen und so die typischen Symptome auslösen.

Ist Muskelkater schädlich?

Gerade Sportmuffel, die ohnehin unter Bewegungsmangel leiden, behaupten häufig, dass Muskelkater schädlich sei. Fakten und Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass sich die Muskulatur nach extremen Belastungen ohne Folgeschäden vollständig wieder regeneriert. Im Gegenteil: Damit Muskeln wachsen und stärker werden, ist regelmässiges Training, über die aktuelle Belastungsgrenze hinaus, erforderlich.

Ist es gut, mit Muskelkater Sport zu treiben?

Beschädigte Muskeln benötigen zur Reparatur etwa 48 bis 72 Stunden. Während dieser Zeit lagern die Muskelfasern Wasser ein. Das verstärkt die Durchblutung und erhöht den Transport wichtiger Nährstoffe, welche für die Reparatur erforderlich sind. Bei leichten Schmerzen ist es ratsam, sich einfach normal zu bewegen und mit leichter Intensität weiter zu trainieren. Sind die Beschwerden und damit auch die Verletzungen extrem ausgeprägt, hilft nur abzuwarten, bis Bewegung in normalem Umfang wieder möglich ist. In aller Regel sind die Schmerzen nach zwei bis drei Tagen soweit abgeklungen, dass leichtes Training kein Problem mehr ist.

Hausmittel und Tipps

Sauna und heisse Bäder lindern die Bewegungsschmerzen kaum. Zur Vorbeugung von extremem Muskelkater empfiehlt es sich, das Training stufenweise zu steigern und gut zu dosieren. Eine vitaminreiche Ernährung mit allen wichtigen Mineralien wie Magnesium und Kalzium erhöht die Belastbarkeit von Muskeln, Sehnen, Knochen, Bändern und Gelenken. Nicht empfehlenswert ist es, mehrere Tage reglos abzuwarten, bis der Schmerz vorbei ist. Besser ist es, im Rahmen der Möglichkeiten aktiv zu bleiben.

Normalerweise ist Muskelkater kein Grund, zum Arzt zu gehen. Falls sich heftige Muskelschmerzen jedoch nicht durch ein Zuviel an ungewohnter Bewegung oder Sport erklären lassen, könnte möglicherweise eine Verletzung oder Krankheit dahinterstecken, die behandlungsbedürftig ist.

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