Der Advent soll die besinnlichste Zeit des Jahres sein, fühlt sich für viele aber hektisch an. Achtsamkeitstrainer Pirmin Loetscher zeigt, wie aus der besinnlichen wieder eine achtsame Adventszeit wird.
Eigentlich soll sie die besinnlichste Zeit des Jahres sein. Und doch fühlt sich der Advent für viele Menschen ganz anders an. Geschenke besorgen, Weihnachtsessen, Jahresabschlüsse, Termine, Einladungen und dazwischen noch all das erledigen, was vor den Festtagen unbedingt abgeschlossen werden sollte. Ausgerechnet in einer Zeit, die für Ruhe, Besinnlichkeit und Gemeinschaft steht, geraten wir nicht selten in Hektik.
Die Adventszeit bewusst erleben und den kleinen Momenten wieder mehr Raum schenken.Wer kurz innehält, entdeckt leichter, was wirklich zählt und was gut tut.
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Vielleicht liegt genau darin eine schöne Einladung: Machen wir aus der besinnlichen Adventszeit wieder eine achtsame Adventszeit.
Weniger müssen, mehr wahrnehmen
Achtsamkeit bedeutet nicht, dass wir im Dezember auf Weihnachtsessen, Geschenke oder einen vollen Terminkalender verzichten müssen. Es geht vielmehr darum, bewusster wahrzunehmen, wie wir durch diese Zeit gehen. Bin ich gedanklich bereits beim nächsten Termin, während ich mit Freunden beim Essen sitze? Beantworte ich noch schnell Nachrichten, obwohl meine Familie neben mir ist? Oft fehlt uns nicht die Zeit für schöne Momente. Wir sind nur mit unseren Gedanken bereits beim nächsten.
Nicht von Termin zu Termin hetzen, sondern den Augenblick bewusst geniessen.
Schenke Präsenz statt nur Geschenke
Vielleicht ist eines der wertvollsten Geschenke, das wir anderen Menschen machen können, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit. Das Smartphone einmal weglegen. Wirklich zuhören. Beim gemeinsamen Essen nicht nebenbei Nachrichten beantworten. Einen Spaziergang machen, ohne erreichbar sein zu müssen. Oder einem Menschen bewusst Zeit schenken, den wir schon lange wieder einmal sehen wollten. Denn Verbindung entsteht dort, wo wir wirklich anwesend sind.
Das wertvollste Geschenk ist oft die Zeit, die wir anderen Menschen schenken.
Auch Pausen gehören auf die Weihnachtsliste
Gerade zum Jahresende versuchen wir häufig, noch möglichst viel unterzubringen. Doch nicht jede freie Stunde muss gefüllt werden. Vielleicht darf zwischen Weihnachtsessen, Geschenkekauf und Jahresabschluss auch einmal nichts stehen. Ein Kaffee in Ruhe. Zehn Minuten auf dem Sofa. Eine Runde an der frischen Luft. Ein paar bewusste Atemzüge zwischen zwei Terminen.
Ein ruhiger Moment bei einer Tasse Kaffee kann manchmal mehr bewirken als eine volle To-do-Liste.
Achtsamkeit braucht keine zusätzliche Stunde in unserem Kalender. Oft reichen kleine Momente, in denen wir wieder ganz bei dem sind, was gerade ist.
Kleine Übung: Dein achtsamer Advent
Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:
Was möchte ich in diesem Advent wirklich geniessen?
Was verursacht gerade unnötigen Stress und darf etwas weniger werden?
Welchem Menschen möchte ich bewusst mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken?
Und dann wähle eine kleine Sache, die du in den kommenden Tagen anders machen möchtest. Vielleicht wird die Adventszeit dadurch nicht weniger voll. Aber sie kann sich weniger gehetzt anfühlen. Denn Besinnlichkeit entsteht nicht dadurch, dass um uns herum alles ruhig wird.
Sie beginnt dort, wo wir selbst wieder einen Moment innehalten.
Achte auf dich.
Über den Autor
Pirmin Loetscher ist Achtsamkeitstrainer, Coach für Mentales und Autogenes Training, Dozent, und SPIEGEL Bestsellerautor. Er fördert in seiner Arbeit die Menschen im Privaten, wie auch in Unternehmen, in ihrer Eigenverantwortung im Bezug auf ihr persönliches Stressmanagement und einem achtsamen Umgang mit ihren eigenen Ressourcen.
Als Content Creatorin gestalte ich Blogs und Publireportagen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch ankommen. Was mich dabei am meisten begeistert? Der persönliche Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden – denn hinter jedem Projekt steckt eine Geschichte, die es verdient, erzählt zu werden. Jedes bringt neue Einblicke, und genau diese Vielfalt an Themen an unsere Leserschaft zu bringen, macht meine Arbeit so lebendig.