Die Natur bietet seit jeher wertvolle Wirkstoffe für Gesundheit, Prävention und Wohlbefinden. Gleichzeitig wächst das Interesse an pflanzlichen Produkten und ergänzenden Gesundheitsansätzen, in einem Markt, der für viele unübersichtlich geworden ist. Chrisana begegnet dieser Entwicklung mit 30 Jahren Erfahrung, transparenten Rezepturen und einem eigenständigen Sortiment. Begonnen hat die Geschichte mit einem Kräutertee aus Kanada, einer Marktlücke in der Schweiz und dem Mut von Gründer Chris Pfister, daraus ein Unternehmen aufzubauen.
Herr Pfister, Chrisana begann mit einem aussergewöhnlichen Produkt, einem Kräutertee aus Kanada. Was steckte dahinter?
Der Flor-Essence-Tee war eines der ersten Produkte, ein Kräutertee, der auf der Tradition der indigenen Pflanzenheilkunde Nordamerikas beruht. Ich war damals im Export von Nahrungsergänzungsmitteln tätig und sah im Ausland Produkte, die es in der Schweiz schlicht noch nicht gab. Mein Arbeitgeber wollte sie nicht ins Sortiment aufnehmen. Da sagte ich mir: Dann gründe ich eben eine eigene Firma.

Aus zwei, drei Produkten entstand ein ganzes Unternehmen. Wie verlief dieser Aufbau?
Ich startete mit wenigen Produkten aus Kanada und organisierte den Vertrieb in der Schweiz. Daraus wuchs nach und nach Chrisana, aus Überzeugung, aus Leidenschaft und aus einer klaren Marktlücke heraus.
Ihr Hintergrund als Agronom ist ungewöhnlich für einen Unternehmer im Gesundheitsmarkt. War das eher Vor- oder Nachteil?
Eindeutig ein Vorteil. Ich hatte von Anfang an ein gutes Verständnis für Pflanzen, Rohstoffe und landwirtschaftliche Zusammenhänge. Später habe ich weltweit Exportstrukturen aufgebaut und den Markt sehr gut kennengelernt. Das medizinische Wissen habe ich mir über die Jahre konsequent selbst erarbeitet, das war eine bewusste Entscheidung.

Jede Unternehmensgeschichte hat ihre Wendepunkte. Was war Ihrer?
Am Anfang war es schwer. Ich hatte lange noch einen Job nebenbei, um die Firma zu finanzieren. Ein erster Rückschlag kam, als wir ein wichtiges Produkt verloren. Dieser Einschnitt war schmerzhaft, aber er hat uns klargemacht, wohin die Reise gehen muss: konsequent eigene Produkte unter dem Chrisana-Label entwickeln. Das war der eigentliche Startpunkt zum Erfolg.
Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel ist stark gewachsen und gleichzeitig unübersichtlicher geworden. Wie beurteilen Sie das?
Heute gibt es sehr viele Produkte, und man weiss oft nicht mehr, was man wirklich nehmen soll. Starkes Marketing bedeutet nicht automatisch gute Qualität. Für uns stehen deshalb Bioverfügbarkeit, transparente Rezepturen und nachvollziehbare Inhaltsstoffe im Vordergrund, nicht der lauteste Auftritt.

Was unterscheidet Chrisana konkret von anderen Anbietern?
Wir entwickeln unsere Produkte nach eigenen Rezepturen, gemeinsam mit Biochemikern und Phytotrophologen. Unsere Inhaltsstoffe sind natürlich, offen deklariert und nachvollziehbar. Produziert wird über einen spezialisierten Hersteller in Deutschland, nach unseren genauen Vorgaben. So behalten wir Rezepturen, Qualität und Weiterentwicklung konsequent in der Hand.
Chrisana führt ein Vollsortiment unter eigenem Label. Wie zeigt sich das in der Praxis?
Wir decken heute ein breites Spektrum ab: klassische Nahrungsergänzungsmittel, spezialisierte Produkte für Intoleranzen und einzelne Swissmedic-zertifizierte Phyto-Arzneimittel. Das Ziel ist, viele Bedürfnisse systematisch und unabhängig abzudecken, ohne auf Fremdmarken angewiesen zu sein.

Nahrungsmittelintoleranzen sind ein wachsendes Thema. Welche Rolle spielen sie bei Chrisana?
Dieser Bereich ist für uns sehr bedeutend geworden. Wir decken heute drei zentrale Bereiche ab: Gluten, Laktose und neu auch Histamin. Unser neues Produkt ist ein veganes DAO, das erste seiner Art. Es ermöglicht, Histamin gezielt zu spalten. Als nächsten Schritt planen wir, auch die Fruktoseintoleranz abzudecken.

Einige Ihrer Produkte tragen das Swissmedic-Zertifikat. Was bedeutet das für Chrisana?
Der Erwerb einer Swissmedic-Lizenz für ein Phyto-Arzneimittel war ein wichtiger Meilenstein, sowohl regulatorisch als auch in Bezug auf die Glaubwürdigkeit. Diese Produkte sind über Apotheken und Drogerien erhältlich und unterliegen strengen Anforderungen. Das unterscheidet sie klar von gewöhnlichen Nahrungsergänzungsmitteln.

Wo können Kundinnen und Kunden Ihre Produkte beziehen?
Unsere Produkte sind bei allen Pharma-Grosshändlern gelistet und über Apotheken sowie Drogerien erhältlich. Daneben beraten wir direkt, telefonisch, über unseren Webshop und persönlich in unserem kleinen Laden in Dietikon.
Wo sehen Sie Chrisana in den nächsten Jahren?
Longevity ist ein klarer Trend, den wir weiter ausbauen möchten. Gleichzeitig wollen wir unsere Kommunikation stärker digitalisieren. Im Social-Media-Bereich sehen wir grosses Potenzial, gerade um auch jüngere Zielgruppen zu erreichen und unser Wissen zugänglicher zu machen.
Die Chrisana GmbH im Porträt
Die Chrisana GmbH wurde 1995 von Chris Pfister in Birmensdorf gegründet und hat ihren Sitz heute in Dietikon. Das Unternehmen konzentriert sich auf natürliche Gesundheitsprodukte, Nahrungsergänzungsmittel, Naturkosmetik, Reformhausprodukte sowie ausgewählte Swissmedic-zertifizierte Phyto-Arzneimittel.
Zum Sortiment gehören: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Longevity-Produkte sowie spezialisierte Produkte bei Gluten-, Laktose- und Histaminunverträglichkeit. Dazu kommt ZINTONA, ein von Swissmedic zertifiziertes Ingwerprodukt gegen Reisekrankheit und Verdauungsprobleme.






