marktindex.ch
F. Oswald / Header / September 2026
Inserieren
StartBauen / RenovierenDie richtige Heizung finden, ohne teure Fehler

Die richtige Heizung finden, ohne teure Fehler

Ronnie HürlimannVon Ronnie Hürlimann · 7. September 2026

Tipps für Hausbesitzer

Pelletkessel oder Wärmepumpe, Fördergeld oder Last-Minute-Entscheid, seriöse Offerte oder Lockangebot: Bei der Heizungswahl entscheiden viele Details über Jahre. Pius Elmiger, Geschäftsführer von Solarfocus Schweiz in Altishofen, kennt die häufigsten Stolpersteine und sagt, worauf es wirklich ankommt.

Ein guter Installationspartner ist auch nach dem Einbau schnell zur Stelle.

Solarfocus deckt mit Pelletkessel, Stückholz- und Hackschnitzelkesseln, Wärmepumpen und Frischwassermodulen praktisch das ganze Spektrum ab. Wie findet ein Hausbesitzer die für sein Gebäude passende Lösung? 

Wichtig ist eine fachliche Beratung durch einen unabhängigen Anbieter, der alle diese Produktvarianten kennt. Wir bei Solarfocus haben den Vorteil, dass wir aus eigener Entwicklung und Produktion heraus das ganze Spektrum abdecken und dadurch neutral beraten können.

Am Standort in Altishofen entstehen Lösungen für effizientes und zukunftsorientiertes Heizen.

Was sind die drei häufigsten Fehler, die Leute beim Kauf einer Heizung machen?

Einerseits schaut man oft nur auf den Preis und lässt sich von Internet-Lockangeboten oder einer reinen Online-Beratung ohne persönlichen Kontakt verleiten. Andererseits denkt man das Endresultat manchmal zu wenig durch und verlässt sich dann einfach darauf, dass es schon passen wird.

Worauf muss man bei der Grössenwahl, also der Dimensionierung, besonders achten, und was passiert, wenn man es falsch macht?

Ein guter Fachberater erkennt im offenen Gespräch vor Ort, was der Kunde wirklich braucht, wie sein Verhalten beim Warmwasserverbrauch ist und zu welchen Zeiten wie viel Energie gefragt ist. Eine falsche Dimensionierung führt oft zu häufigem Ein- und Ausschalten der Anlage. Bei grösseren Anlagen können wir hier entgegenkommen, indem wir kaskadiert fahren, also zwei Produkte kombinieren.

Wärmepumpe oder Pelletkessel: Wovon hängt die Entscheidung wirklich ab?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist vor allem die benötigte Vorlauftemperatur, also ob Radiatoren oder eine Bodenheizung vorhanden sind und wie oft höhere Temperaturen gebraucht werden. Und natürlich spielt auch der verfügbare Platz eine Rolle, im Gebäude wie auch rundherum.

Solarfocus bietet Heizsysteme für unterschiedliche Gebäude und Bedürfnisse.

Wie wichtig ist die Kombination mit Solarthermie oder Frischwassermodulen, und wo lohnt sich das eher weniger?

Mit Solarthermie oder Photovoltaik lässt sich der Bedarf an Fremdenergie deutlich reduzieren. Die Sonne kennt keine Preisschwankungen: Ist die Anlage einmal installiert, entstehen keine laufenden Kosten wie beim Zukauf von Strom oder Brennstoff. Weniger sinnvoll ist aus unserer Sicht die Kombination von Solarthermie mit einer Wärmepumpe, dort setzen wir eher auf Photovoltaik, das funktioniert in der Regel besser. Frischwassermodule kommen vor allem dort zum Einsatz, wo grössere Mengen Warmwasser gebraucht werden, etwa in Hotels oder Alterszentren.

Welche Rolle spielen Förderungen, und wie sollte man das im Kaufprozess einplanen?

Förderungen spielen eine grosse Rolle, je nachdem, von welchem System man umsteigt. Wichtig ist, sich rechtzeitig zu erkundigen, welche Fördergelder möglich sind. Wer zu kurzfristig plant, kann bestimmte Beiträge gar nicht mehr beantragen, das braucht etwas Vorlauf. Und man darf mit dem Umbau eigentlich erst beginnen, wenn die Zusage vorliegt. Darum sollte man Last-Minute-Entscheide unbedingt vermeiden.

Was unterscheidet eine seriöse Offerte von einer, bei der man später womöglich draufzahlt?

Zwei Punkte sind entscheidend: Eine seriöse Firma zeigt nicht nur die reinen Installationskosten, sondern spricht auch offen über mögliche Folgekosten. Und sie berät den Kunden wirklich, statt ihn zur schnellen Unterschrift zu drängen.

Pius Elmiger und sein Team stehen für persönliche Beratung und individuelle Heizlösungen.

Wie lange dauert ein typisches Projekt von der Anfrage bis zur Inbetriebnahme, und wo hakt es dabei oft?

Das ist sehr unterschiedlich. Manche Projekte ziehen sich über mehrere Jahre hin, wenn man sich Zeit lässt, rechnet man oft mit einem halben Jahr. Wer es eilig hat, kann eine Heizung im Normalfall aber auch in zwei bis drei Monaten realisieren. Fällt eine bestehende Heizung ganz aus, wird in der Regel besonders rasch reagiert. Am meisten Probleme bereitet aus meiner Erfahrung die Verfügbarkeit der beteiligten Handwerker. Wenn die Zusammenarbeit zwischen uns und den Installateuren nicht optimal läuft, dauert es länger, und am Ende ärgert sich der Kunde, dass es nicht wie besprochen abläuft.

Breite Produktpalette und abgestimmte Komponenten sorgen für langfristige Lösungen.

Worauf sollte man bei der Wahl des Installationsbetriebs achten?

Ein regionaler, verlässlicher Installateur hat klare Vorteile, nicht nur beim Einbau selbst, sondern auch danach, sei es bei einer Reparatur nach Jahren oder bei einer Nacharbeit, falls etwas übersehen wurde. Eine Firma, die weit weg ist, hat entsprechend lange Anfahrtswege, das macht sich im Ernstfall bemerkbar.

Sie haben sich jetzt ganz allgemein zum Thema geäussert. Was ist der Vorteil von Solarfocus, und wie soll man mit Ihnen zusammenarbeiten?

Wir haben sicher den Vorteil, dass wir, wie eingangs erwähnt, eine sehr breite Produktpalette aus dem eigenen Portfolio anbieten, und das aus eigener Produktion in Österreich bei unserem Mutterhaus. Wir sind auch nach dem Kauf und der Installation bestrebt, dass das Zusammenspiel der Komponenten funktioniert und die Anlage möglichst optimal betrieben werden kann. Das führt langfristig zu mehr Zufriedenheit und zu einer optimalen Kombination der Systeme.

Gibt es Innovationen, die Solarfocus zusätzlich anbieten kann?

Wir haben in letzter Zeit zusätzlich sogenannte Hydro-Tower-Varianten ins Portfolio aufgenommen, aus eigener Konstruktion. Der Vorteil: Pufferspeicher, Warmwasseraufbereitung und Heizungsspeicher sind darin bereits vereint, ebenso Pumpe, Umschaltventil und Regelung, alles vorgefertigt integriert. Vor Ort muss die Anlage nur noch zusammengebaut werden. Das reduziert den Arbeitsaufwand für Installateure und Elektriker, deren Verfügbarkeit ja auch künftig eher knapper wird als heute.

Ronnie Hürlimann

Ronnie Hürlimann

Ronnie Hürlimann war langjähriger Herausgeber des Zentralschweizer Freizeitmagazins «Insider», für das er zahlreiche Artikel verfasste. Heute ist er als Coach und Berater tätig. Die Freude am Schreiben ist ihm geblieben.

Mehr Beiträge von Ronnie Hürlimann →

Weitere Berichte über SOLARFOCUS Schweiz GmbH