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PRO LIFE hilft bei hohen Zahnarztkosten

Eine Zahnspange, eine Krone oder eine umfangreiche Sanierung kann schnell mehrere Tausend Franken kosten. Gleichzeitig übernimmt die obligatorische Krankenversicherung Zahnarztbehandlungen in der Schweiz nur in bestimmten Ausnahmefällen. Der Verein PRO LIFE unterstützt seine Mitglieder deshalb bei Zahnarztkosten. Seit 2026 können erstmals auch Erwachsene ab 21 Jahren bei grösseren Behandlungen von zusätzlichen Beiträgen profitieren.

Simone TöllnerVon Simone Töllner · 12. Oktober 2026

Wenn aus einer Behandlung eine grosse Rechnung wird

Eine Kontrolle oder Dentalhygiene lässt sich meist noch gut einplanen. Anders sieht es aus, wenn mehrere Zähne behandelt werden müssen, eine Krone notwendig wird oder bei Kindern eine Zahnstellungskorrektur ansteht.

Denn Zahnarztkosten gehören in der Schweiz zu jenen Gesundheitsausgaben, die häufig weitgehend selbst getragen werden müssen. Die obligatorische Grundversicherung beteiligt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen. Je umfangreicher eine Behandlung ausfällt, desto stärker kann sie deshalb das Haushaltsbudget belasten.

Es kann teuer werden, wenn mehrere Zähne behandelt werden müssen, eine Krone notwendig wird oder bei Kindern eine Zahnstellungskorrektur ansteht.
Es kann teuer werden, wenn mehrere Zähne behandelt werden müssen, eine Krone notwendig wird oder bei Kindern eine Zahnstellungskorrektur ansteht.

Unterstützung auch für Erwachsene

Genau bei solchen grösseren Rechnungen hat der Verein PRO LIFE seine Leistungen seit dem 1. Januar 2026 erweitert. Erwachsene Mitglieder ab 21 Jahren erhalten neu einen freiwilligen Ergänzungsbeitrag von 60 Prozent der beitragsberechtigten Kosten für konservierende und prothetische Zahnbehandlungen, sofern die Gesamtkosten eines Behandlungsfalls mehr als CHF 2'500.– betragen. Der maximale Beitrag liegt bei CHF 5'000.– pro Behandlungsfall.

Als Behandlungsfall gilt eine zusammenhängende zahnmedizinische Behandlung aufgrund derselben Diagnose oder Behandlungsplanung. Die Aufteilung auf mehrere Behandlungstermine oder Rechnungen begründet keinen neuen Behandlungsfall. Damit richtet sich die Unterstützung insbesondere an aufwendigere Zahnbehandlungen wie Kronen, Implantate oder umfangreiche Sanierungen.

«Es geht uns nicht nur um einzelne Beiträge, sondern darum, unsere Mitglieder im Alltag zu begleiten und individuell zu beraten», erklärt PRO-LIFE-Geschäftsführer Renato Solomita.

Seit 2026 unterstützt PRO LIFE Erwachsene bei grösseren Zahnbehandlungen, etwa für Kronen, Implantate oder umfassende Sanierungen.
Seit 2026 unterstützt PRO LIFE Erwachsene bei grösseren Zahnbehandlungen, etwa für Kronen, Implantate oder umfassende Sanierungen.

Wenn Kinder eine Zahnspange brauchen

Für viele Familien entsteht eine grössere finanzielle Belastung im Zusammenhang mit Zahnstellungskorrekturen. Gerade zu Beginn einer Behandlung können hohe Rechnungen anfallen, etwa wenn eine Zahnspange angefertigt wird.

PRO LIFE ergänzt die entsprechenden Krankenkassenleistungen um weitere 15 Prozent. Im Zusammenspiel kann damit eine Gesamtdeckung von bis zu 90 Prozent erreicht werden. Bei weiteren Zahnarztkosten beteiligt sich PRO LIFE für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre mit bis zu 60 Prozent, ohne jährliche Leistungsobergrenze. Dazu gehören beispielsweise Behandlungen wegen Karies oder andere zahnmedizinische Eingriffe.

PRO LIFE ergänzt die Krankenkassenleistungen bei Zahnstellungskorrekturen um 15 Prozent und übernimmt bei weiteren Zahnarztkosten für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre bis zu 60 Prozent – ohne jährl
PRO LIFE ergänzt die Krankenkassenleistungen bei Zahnstellungskorrekturen um 15 Prozent und übernimmt bei weiteren Zahnarztkosten für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre bis zu 60 Prozent – ohne jährliche Leistungsobergrenze.

Keine Versicherung, sondern ein Verein

PRO LIFE ist selbst kein Versicherer, sondern ein nicht gewinnorientierter Verein. Im Rahmen seiner Krankenkassenlösung arbeitet er mit Versicherungspartnern zusammen und ergänzt bestehende Leistungen durch freiwillige Beiträge an seine Mitglieder. «Ein häufiges Missverständnis ist, dass wir wie eine klassische Versicherung funktionieren», sagt Solomita. PRO LIFE verstehe sich vielmehr als solidarische Gemeinschaft und als Ergänzung zum bestehenden System. Nach Angaben des Vereins fliessen jährlich mehr als 3,6 Millionen Franken in Form freiwilliger Ergänzungsbeiträge an Mitglieder zurück.

Unterstützung in verschiedenen Lebensphasen

Die Zahnarztbeiträge sind ein wichtiger Teil des Modells, aber nicht der einzige. Mitglieder erhalten unter bestimmten Voraussetzungen auch Unterstützung bei Geburt oder Adoption eines Kindes. Familien mit mehreren Kindern sowie Menschen, die unverschuldet in eine schwierige Situation geraten, können ebenfalls von weiteren freiwilligen Leistungen profitieren.

Neben Zahnarztbeiträgen unterstützt PRO LIFE Mitglieder unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Geburt oder Adoption eines Kindes.
Neben Zahnarztbeiträgen unterstützt PRO LIFE Mitglieder unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Geburt oder Adoption eines Kindes.

Wenn Zahngesundheit zur Kostenfrage wird

Für die Mitglieder des Vereins können die zusätzlichen Beiträge gerade dann relevant werden, wenn eine Zahnbehandlung nicht mehr einfach aus dem laufenden Haushaltsbudget bezahlt werden kann.

Mit der Erweiterung auf Erwachsene umfasst die Unterstützung seit 2026 nun auch grössere Zahnbehandlungen nach dem 20. Lebensjahr. Eine Krone, ein Implantat oder eine umfangreiche Zahnsanierung bleibt eine erhebliche Ausgabe - unter den entsprechenden Voraussetzungen kann PRO LIFE jedoch einen Teil dieser Kosten abfedern.

Simone Töllner

Simone Töllner

Simone Töllner ist Journalistin mit langjähriger Erfahrung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Kultur und Finanzwelt. Ihr Fokus liegt auf fundierter Recherche, klarer Einordnung und präziser Sprache. Neben dem klassischen Journalismus bringt sie eine ausgeprägte Kompetenz in PR-Texten und Content-Formaten mit – stets mit dem Anspruch, komplexe Themen verständlich und relevant aufzubereiten. Ihr besonderes Interesse gilt der Verbindung von Markt, Menschen und Geschichten.

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