Menstruationsbeschwerden gehören für viele Frauen zum Alltag – und bleiben dennoch oft unsichtbar. Studien zeigen, dass fast jede zweite Frau regelmässig unter Schmerzen leidet. Krämpfe, Rückenschmerzen oder Erschöpfung treten parallel zu beruflichen und privaten Verpflichtungen auf. Trotz dieser hohen Betroffenheit sind die Lösungsansätze seit Jahrzehnten weitgehend unverändert. Wie lassen sich Menstruationsbeschwerden heute alltagstauglich lindern?
Alltag und Schmerz: eine unterschätzte Belastung
Doch diese Ansätze stossen im Alltag an ihre Grenzen. Wer arbeitet oder unterwegs ist, kann sich nicht einfach zurückziehen. Genau diese Diskrepanz zwischen körperlichem Bedarf und gelebter Realität prägt den Umgang mit Menstruationsschmerzen.
„Ich bin früher tatsächlich mit der Wärmeflasche zur Arbeit gegangen“, sagt Violeta Simic. „Aber das ist keine echte Lösung – es ist ein Improvisieren.“



Medizinische Ansätze: Wärme und Nervenstimulation
Medizinisch gilt Wärme als eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Methoden zur Linderung von Menstruationsbeschwerden, da sie die Durchblutung fördert und muskuläre Verspannungen lösen kann. Ergänzend dazu wird in der Schmerztherapie zunehmend elektrische Nervenstimulation eingesetzt, um Schmerzsignale gezielt zu beeinflussen. Was bislang fehlte, war eine Kombination dieser Ansätze.

Eine tragbare Lösung für den Alltag
Genau hier setzt das Schweizer Start-up Women’s Care an. Mit dem M-Pad 2.0 wurde ein tragbares Menstruations-Pad entwickelt, das diskret am Körper getragen werden kann. Es kombiniert regulierbare Wärme mit EMS-basierter Nervenstimulation und adressiert Beschwerden direkt im Unterbauch oder unteren Rücken – unabhängig davon, ob die Anwenderin sitzt, arbeitet oder unterwegs ist.
Neben der Technologie wurde auch der praktische Einsatz konsequent mitgedacht: ein kabelloses, wiederaufladbares System, flexible Positionierung, Anpassbarkeit an unterschiedliche Körperformen und hautfreundliche Materialien für längeres Tragen. Im Vergleich zu Einweg-Wärmepflastern bietet das Gerät eine wiederverwendbare Alternative.


Austausch mit Fachpersonen und weitere Einsatzbereiche
Gleichzeitig wird der Ansatz im Austausch mit Gynäkologinnen und weiteren Fachpersonen weiterentwickelt. Erste Rückmeldungen zeigen Anwendungspotenzial bei prämenstruellen Beschwerden sowie bei Endometriose.


Mehr Sichtbarkeit für Frauengesundheit
Hinter dieser Entwicklung steht mehr als ein einzelnes Produkt: Internationale Analysen weisen darauf hin, dass Themen wie Menstruation, Endometriose oder Perimenopause im Gesundheitssystem strukturell unterrepräsentiert sind. Genau hier entstehen neue Innovationsfelder.
Women’s Care versteht das M-Pad 2.0 daher als ersten Schritt. „Meine Vision ist es, mindestens einer Million Frauen eine Lösung zu bieten“, sagt Simic. Entscheidend sei, dass diese Themen stärker in den Fokus rücken.
Es geht um mehr als Schmerzreduktion. Es geht um Sichtbarkeit, Selbstbestimmung – und darum, wie Gesundheit im Alltag tatsächlich gelebt werden kann.






