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Bauen & Wohnen / Garten

Jetzt schon die neue Gartensaison planen – Gemüse auf der Fensterbank vorziehen

Wer sich im Sommer über frisches Gemüse aus dem eigenen Garten (oder Balkongarten) freuen möchte, sollte vor allem Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini, Gurken, Kürbis, Melonen und andere exotische Früchte – beispielsweise Physalis – bereits zeitig im Jahr vorziehen. Diese Pflanzen stammen aus Regionen, in denen die Sommer deutlich länger und die Winter nicht so kalt sind wie in der Schweiz. Damit ihre Früchte in unserem vergleichsweise kurzem Sommer trotzdem zur Reife kommen, werden sie zunächst auf der Fensterbank gezogen.

Wann der richtige Zeitpunkt für die Aussaat ist

Allerdings werden nicht alle Pflanzen gleich im Januar oder Februar ausgesät. Aufgrund des unterschiedlichen Wachstums – manche Gemüsearten wachsen deutlich schneller als andere und setzen auch schneller Früchte an – unterscheiden sich auch die Zeiten für die Aussaat sehr stark. Schnell wachsende Gemüsepflanzen wie Kürbis, Zucchini oder Gurken werden erst ab Mitte bis Ende April ausgesät. Andere dagegen, wie Paprika, Tomaten, Physalis oder Basilikum, müssen schon ab Anfang Februar kultiviert werden.

Was Sie wann aussäen:

Anfang Februar: Physalis (Andenbeere), Auberginen, Chili, Paprika, Peperoni
Mitte Februar: verschiedene Salate (Schnitt- und Pflücksalate, Kopfsalat, Rucola), Kräuter (Basilikum, Dill, Kerbel, Petersilie), Kohlrabi, Knollensellerie, Lauch
Ende Februar / Anfang März: Tomaten, verschiedene Kohlarten (Brokkoli, Blumenkohl…), Mangold
Ende März / Anfang April: Zucchini, Gurken, Melonen, Kürbis, einjährige Sommerblumen

Ab April ist zudem schon oft eine Direktaussaat ins (beheizte) Frühbeet möglich.

Gemüse auf der Fensterbank vorziehen – So wird’s gemacht

Die Anzucht von eigenen Gemüsepflanzen ist im Grunde nicht kompliziert. Alles, was Sie brauchen, sind Samen, Anzuchtgefässe (das können kleine Töpfe oder Schalen sein), Aussaaterde sowie eine kleine Giesskanne mit einer sehr feinen Brause. Nehmen Sie keine Blumen- oder andere handelsübliche Pflanzerde: Diese sind allesamt vorgedüngt und daher vor die Vorkultur ungeeignet. Die Pflanzensamen reagieren oft sehr empfindlich auf Mineralsalze und gedeihen dann schlechter.

Und so gehen Sie vor:

  • Füllen Sie die Anzuchtgefässe mit Aussaaterde.
  • Bringen Sie die Samen darin aus und befeuchten Sie die Erde leicht.
  • Achten Sie darauf, ob es sich um einen Licht- oder einen Dunkelkeimer handelt.
  • Lichtkeimer werden nicht mit Erde bedeckt, Dunkelkeimer schon.
  • Stülpen Sie eine abgeschnittene PET-Flasche oder Folie über das Anzuchtgefäss.
  • Sie können auch ein Zimmergewächshaus (falls vorhanden) verwenden.
  • Stellen Sie das Gefäss an einen hellen und warmen Platz.
  • Vermeiden Sie jedoch direkte Sonne.
  • Halten Sie das Substrat gleichmässig feucht.
  • Lüften Sie mehrmals täglich.

Die Sämlinge werden einzeln in Töpfe gepflanzt, sobald sie mindestens vier Blätter haben. Nun können Sie die Jungpflanzen auch in normale Pflanzerde setzen. Fruchtgemüse brauchen in der Regel eine nährstoff- und humusreiche Erde, viele Kräuter (vor allem aus dem mediterranen Raum) bevorzugen dagegen ein mageres Substrat.

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