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Hitze, Wasserdampf und feste Rituale: Entspannen in der Sauna

Wer sich selbst etwas Gutes tun, den Alltag vergessen und so richtig ausspannen will, der geht in die Sauna

Die feuchte Hitze durchdringt den Körper, reinigt von innen heraus und lässt ein wohliges, müdes, aber glückliches Gefühl zurück. Saunieren weckt die Lebensgeister, stärkt kurzfristig das Immunsystem und klärt das Hautbild. Drei gibt es gar nicht nur die einzige, eine Saunatradition: Die unterschiedlichen Kulturen weltweit haben alle ganz eigene Versionen des Saunierend entwickelt. In gut ausgerüsteten europäischen Saunalandschaften finden sich daher ganz verschiedene Saunen, die ihren eigenen Regeln folgen.

Andere Länder, andere Sitten

Die sogenannte Nebelsauna gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, aber immer ist eines gleich: Die Temperaturen sind verhältnismässig niedrig, und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Beim römischen Dampfbad liegt die Raumtemperatur bei etwa 40° C bis 50° C, die Luftfeuchtigkeit beträgt 100 %. Diese Form der Sauna gilt als kreislaufschonend, kann aber auch als Vorbereitung auf die heisseren Saunen genutzt werden. Zu den Dampfbädern zählt auch das türkische Hamam. In sehr stark aufgeheizten Räumen befinden sich Becken mit kaltem und warmem Wasser entlang der Wände, aus denen man sich selbst regelmässig übergiesst oder von einem Aufseher übergossen wird. Dazu gehört ein kühlerer Raum, in dem man sich entspannen kann. Das russische Banja wird per Holzofen beheizt und kann sehr, sehr heiss werden, bis über 100° C. Zu den Dampfbädern wird es aus einem anderen Grund gezählt: Die heissen Saunasteine werden regelmässig mit Wasser übergossen oder es wird Eis in den Raum gebracht, so dass man permanent von Dampf umhüllt ist. Im japanischen Sento geht es weniger um den Dampf als vielmehr um das Baden in heissem Wasser. Es gibt in der Regel zwei oder mehr Becken, die unterschiedlich temperiert sind, aber immer mehr als 40° C haben. Die Luft im Baderaum ist extrem feucht und warm.

Biosauna

Ein feuchtes Warmluftbad mit 45° C bis 60° C und einer Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 50 % nennt man normalerweise Biosauna. Ätherische Öle und verschiedenfarbige Beleuchtung tragen zur Anregung aller Sinne bei. Hier verweilt man in der Regel sehr viel länger als in der heissen Finnischen Sauna.

Und die Saunaregeln?

Die unterscheiden sich, abhängig von den verschiedenen Ländern, in denen man ist oder aus denen die Saunatradition kommt. Nur im deutschsprachigen Raum ist es beispielsweise üblich, gemischtgeschlechtlich und trotzdem nackt zu saunieren. In anderen Ländern wird erwartet, dass man entweder bekleidet bleibt, oder die Saunen sind nach Geschlecht getrennt. Auch der strenge Ablauf von Fussbad, Dusche, Sauna, Dusche, Spaziergang, Ruhephase, Kalt- und Warmbad existiert so nur im deutschsprachigen Raum. Generell ist Saunieren auch dann gut für den Körper, wenn man diesen Ablauf nicht orthodox befolgt. Saunieren soll entspannen, und nicht in Stress und Termindruck ausarten! Wer also lieber 30 Minuten in der Hitze sitzt und den Ruheraum ganz verschmäht, ist deshalb hinterher nicht weniger entspannt als jemand, der sich sekundengenau an die Vorschriften hält. Die sollte man ohne hin eher als Anregung verstehen …

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