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title: "Altes Samichlaus-Gedicht um 1900"
date: 2016-10-20
author: "Givel Roger"
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# Altes Samichlaus-Gedicht um 1900

Es dunklet scho im Tannewald  
und es schneielet ganz liisli.  
Was isch das für es Liechtli deet  
i säbem chliine Hüüsli?  
Da isch de Samichlaus dehei  
mit siine guete Sache.  
Er hät scho s‘Lämpli aazündt  
und tuet grad Kafi mache.  
Da pöpperlets am Lädeli,  
und s‘Glöggli ghört er lüüte!  
Jetz weiss er scho, wer dusse isch  
und was das sell bedüüte:  
S Chrischtchindli chunt no z‘Aabig spaat,  
es wird en welle stupfe,  
er mües de Sack bald füre nää  
und siini Finke lupfe!  
S Chrischtchindli seit: «Herr Samichlaus,  
e schööni Ornig händ er!  
De Chrischttag staat ja vor de Tüür,  
händ iir dänn kei Kaländer?  
S‘bruucht Wienachtsbäum i jedes Huus,  
für vili hundert Chinde,  
iir müends im Wald no haue hütt,  
de Vollmond sell öi zünde!»  
De Samichlaus stellt d Tasse ab:  
«Nur nüd so gsprängt, Chrischtchindli,  
die Bäumli müend gwüss psorget sii,  
das hät no Ziit es Stündli.  
Ich möcht jetz ämel no in Rue  
min z‘Aabig fertig chäue –  
und wänn es Tässli gfelig wäär,  
so würds mi herzli fröie!»  
S‘Chrischtchindli lächlet: «Nu so dänn,  
da bini nüd dergääge;  
e bitzli öppis Warms tuet guet  
uf miine wiite Wääge!  
Me cha ja dänn no allerläi  
abrede und uusmache,  
was jedes Chind sell überchoo  
vo dene schöne Sache.»  
Si sitzed gmüetli binenand  
im warme Stübli hine.  
De Vollmond zündt d‘Laterne aa  
und lueget heimli ine;  
er loset lang am Fäischterli  
und uf de Huustüürschwelle,  
wänn er nur besser schwätze chönnt,  
er müesst mers gwüss verzelle.»