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title: "Gesunder Schlaf für Eltern und Kinder: Tipps gegen Schlafmangel und Schlafstörungen"
date: 2026-01-13
author: "Sandra"
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# Gesunder Schlaf für Eltern und Kinder: Tipps gegen Schlafmangel und Schlafstörungen

**Nach der Geburt verändert sich der Schlaf der Eltern oft drastisch. Vom Neugeborenen bis zum Kleinkind können unterbrochene Nächte, Einschlafprobleme und besondere Schlafphänomene die ganze Familie belasten. Mit gezielter Beratung, klaren Routinen und Wissen über die kindliche Schlafentwicklung lassen sich [Schlafqualität](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) und Wohlbefinden nachhaltig verbessern.**

*Kolumne von *****Dr. phil. Daniel Brunner******, *zertifiziert in Schlafmedizin / Somnologie*

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![](https://www.marktindex.ch/wp-content/uploads/2026/01/AdobeStock_451757285-1024x683.jpeg)Schlafmangel nach der Geburt: Unterstützung und Wissen zum Schlaf helfen jungen Eltern sehr.## Gesunder Schlaf für die ganze Familie

Nach der Geburt eines Kindes verändert sich der Schlaf frischer Eltern meist dramatisch, denn ihr Nachtschlaf wird durch das Stillen des Babys und durch das Überwachen seiner Bedürfnisse und seines Verhaltens unterbrochen und verkürzt. Ein mehr oder weniger ausgeprägter [Schlafmangel](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) ist bei frischen Eltern eine bekannte Tatsache, denn die natürliche Entwicklung des Babyschlafs ist in den ersten Wochen und Monaten mit nächtlichen Wachphasen verbunden. Der Schlafrhythmus des Neugeborenen wird anfänglich hauptsächlich durch den Hunger und das Stillen bestimmt, während sich der 24-stündige Tagesrhythmus erst noch ausbilden muss, um eine mehrstündige Schlafphase in der Nacht zu ermöglichen. Bis ein Baby mehrere Stunden durchschläft, kann es je nach individueller Konstitution und Situation zwischen 3–12 Monaten dauern.

![](https://www.marktindex.ch/wp-content/uploads/2026/01/AdobeStock_559349307-1024x683.jpeg)Professionelle Tipps erleichtern den Schlafalltag für Eltern und Kinder.## Schlafprobleme frischer Eltern

Der unterbrochene und verkürzte Nachtschlaf ist die wohl augenfälligste Veränderung, die nach einer Geburt auf die Eltern zukommt. Dennoch ist in Geburtskliniken die [Schlafgesundheit](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) der Eltern kaum ein Thema. Im Fokus der Mütterberatung stehen Themen wie Stillen, Ernährung, Beckenbodentraining, Rückbildung und Hilfsangebote zur Förderung des Wohlbefindens. Im Rahmen der Hebammensprechstunde und Elternkurse wird zudem Wissen für die Pflege und Betreuung des Babys vermittelt. Was die herausfordernde Umstellung der Schlafsituation betrifft, fehlen vielerorts die Beratungs- und Informationsangebote.

Ein verkürzter und unterbrochener Schlaf führt zu Erschöpfung und einer Vielzahl von Symptomen, wie zum Beispiel Konzentrationsmangel, Reizbarkeit, reduzierte Motivation, Verdauungsprobleme, Sehstörungen und Augen- und Mundtrockenheit. Anhaltender [Schlafmangel](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) kann zwischenmenschliche Spannungen, sozialen Rückzug sowie ein erhöhtes Risiko für depressive Verstimmung und diverse körperliche Krankheiten mit sich bringen. Ganz ähnliche Folgen hat auch Schlaflosigkeit (Insomnie), die einer Schlafunfähigkeit entspricht, welche selbst bei genügend Zeit und Gelegenheit zum Schlafen anhält. Wenn frische Eltern trotz Schlafmangel den Schlaf nicht finden, ist ein hoher Erregungs- oder Spannungszustand der wahrscheinlichste Grund dafür. Die Insomnie erfordert eine völlig andere Behandlung als Schlafmangel, der in der Regel durch Nachholschlaf zu anderen Tageszeiten kompensiert werden kann. Weil gerade bei frischen Eltern verschiedene Faktoren und Störungen des Schlafs zu berücksichtigen sind, ist bei Schlafproblemen eine Evaluation der Gesamtsituation in einer fachkundigen Beratung wichtig, um der Schlafgesundheit sowohl der Eltern als auch der Kinder gerecht zu werden und um die richtigen Prioritäten zu setzen. Damit die Eltern-Kind-Beziehung nicht unter Schlafmangel oder einem gestörten Schlaf leidet oder Schaden nimmt, kann das Wissen über die kindliche Schlafentwicklung und über Strategien im Umgang mit Schlafmangel und dessen Auswirkungen präventive und heilende Wirkung haben.

![](https://www.marktindex.ch/wp-content/uploads/2026/01/AdobeStock_1023114036-1024x512.jpeg)Schlafprobleme bei Kleinkindern: Schlafmangel und Erschöpfung gehören  
nach einer Geburt zum Elternalltag.## Häufige Schlafstörungen beim Kleinkind

Nicht nur die ersten Wochen nach der Geburt ist im Hinblick auf den Schlaf von Eltern und Kind eine spezielle Zeit. Auch in den Jahren danach kann das [Schlafverhalten](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) von Kindern Anlass für Sorge und Verunsicherung sein. Treten in der Entwicklung eines Kleinkindes Schlafprobleme oder unübliche Schlafphänomene auf, gerät meist der Schlaf der ganzen Familie aus dem Lot.

![](https://www.marktindex.ch/wp-content/uploads/2026/01/AdobeStock_1576488605-1024x574.jpeg)Ein Kind wacht nach einem Albtraum auf – verständnisvolle Betreuung hilft beim Wiedereinschlafen.```
1. Schlafstörung wegen spezieller EinschlafsituationAlle Personen bilden mit den Umgebungsbedingungen, die sie im Moment des Einschlafens wahrnehmen, automatisch eine Verknüpfung (Einschlafassoziation). Die Umgebung und äusseren Umstände sind ein wichtiger Bestandteil des Einschlafens, der bei Kindern ausgeprägt ist. Schläft ein Kind beispielsweise an der Mutterbrust, mit dem Schnuller oder dem Teddybären ein, kann es nur noch an der Mutterbrust, mit dem Teddy bzw. dem Schnuller gut einschlafen. Auch beim Aufwachen in der Nacht benötigt es danach zum Wiedereinschlafen die Mutter, den Schnuller oder Teddy. Ist die spezielle Einschlafsituation nicht vorhanden oder kann nicht so einfach hergestellt werden, lässt der Schlaf lange auf sich warten.Der eingeschaltete Fernseher oder ein mobiles Gerät, das beim Ein- und Wiedereinschlafen benutzt wird, sind bei Erwachsenen gängige Einschlafassoziationen. Wird dieses Gerät nachts mehrmals zum Wiedereinschlafen eingeschaltet oder bleiben Ton und Bildschirm die ganze Nacht eingeschaltet, werden diese zu Störungen für den Schlaf.2. Mangelnde SchlafdisziplinIm Alter ab zwei Jahren wollen viele Kinder abends nicht ins Bett gehen oder verlassen wiederholt das Bett. Dies führt zu einem verspäteten Einschlafen, zu Schläfrigkeit und Aufstehschwierigkeiten am Morgen. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, zu wissen, wann die Bettzeit für ihr Kind gekommen ist, insbesondere wenn das Kind nicht schlafen will und aus Müdigkeit abends übermütig und überaktiv wird. Um die Schlafbereitschaft zur passenden Zeit zu fördern, ist eine regelmässige und zeitlich beschränkte Einschlafroutine wichtig. Kinder sind sehr ideenreich, um das Einschlafen zu verzögern: Durst, Hunger, schmutzige Nase, Angst vor Gespenstern oder körperliches Weh werden vorgebracht, um die Eltern zu einer verlängerten Interaktion zu überlisten. In der Regel ist es einfach, Verzögerungstaktiken des Kindes von einem echten Schmerz oder einer begründeten Angst zu unterscheiden.3. Schlafwandeln und NachtschreckDiese beiden Phänomene des Schlafs sind im Alter von 3 bis 10 Jahren verbreitet und werden in 20–40 Prozent der Kinder beobachtet. In beiden Fällen geschieht das Schlafverhalten während eines Zustandes, in dem das Gehirn nur teilweise aus dem tiefen Schlaf erwacht ist. Einen Bericht über Ursachen und Behandlung von Schlafwandeln und Nachtschreck finden Sie in der Ausgabe 05/25 von bestforyou.  4. AlbträumeAlbträume sind im Alter von 3 bis 6 Jahren häufig und werden danach seltener. Im Gegensatz zum Nachtschreck (Schreien im Schlaf) erwacht das Kind aus einem Albtraum vollständig und erzählt angsterfüllt und unter Tränen einen bedrohlichen Traum. Beim Albtraum geschieht das Aufwachen aus dem REM-Schlaf. Es dauert mehrere Minuten bis sich die Angst gelegt hat und das Kind wieder einschlafen kann.7. ZähneknirschenZähneknirschen ist schon mit dem Erscheinen der ersten Zähne möglich und ist bei Kleinkindern häufiger als bei älteren Kindern. Bei sichtbarer Abnutzung der Zähne sollte ein Zahnarzt konsultiert werden.
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![](https://www.marktindex.ch/wp-content/uploads/2026/01/AdobeStock_125045705-1024x615.jpeg)Eltern begleiten ihr Kind beim abendlichen Einschlafritual – feste Routinen schaffen Sicherheit.Eine fachkundige Aufklärung über beunruhigende Schlafphänomene und über mögliche Gegenmassnahmen ist wichtig, um Sorgen und unnötige nächtliche Interaktionen mit dem Kind und Schlafmangel bei den Eltern zu vermeiden. Wenn sehr viel Zeit aufgewendet wird, um das Ein- und Durchschlafen des Kindes zu unterstützen, oder wenn ungenügender Schlaf das Verhalten und die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigt, so ist eine [Beratung](https://www.somnologie.ch/cms/show3.asp?sid=246&cof=259) zur fachkundigen Einordnung und Lösung der Schlafstörung empfehlenswert.