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Herkunft und Geschichte des Apfels

Vom asiatischen Holzapfel zum edlen Tafelapfel – Der weite Weg durch die Jahrtausende bis auf unseren Tisch

Äpfel sind ursprünglich keine europäischen Früchte. Sie stammen aus der Region des heutigen Kasachstans. Aus den kleinen, herb schmeckenden Holzäpfeln, die dort vor 12’000 Jahren reiften, kultivierten Züchter im antiken Griechenland süsse Früchte. Die Römer brachten den Apfelbaum in den Norden Europas. Kelten und Germanen schätzten ihn und schrieben den Äpfeln mythische Kräfte zu. Im Mittelalter war der Apfel Luxusgut und der Reichsapfel das Herrschaftssymbol der Kaiser. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstand weltweit eine riesige Fülle von Apfelsorten. Heute geniessen wir unsere wohlschmeckenden Tafeläpfel und können aus vielen Geschmacksnoten wählen. Das Hauptangebot besteht mittlerweile aus etwa 60 Sorten.

Von Kasachstan bis ans Mittelmeer

Die ursprünglichen Wurzeln unserer Apfelbäume liegen im westlichen Asien. Im heutigen Kasachstan wuchsen bereits vor 12.000 Jahren Äpfel. Ihnen verdankt die grösste Stadt des Landes vermutlich ihren Namen. Almaty, oder Alma-Ata, bedeutet soviel wie Stadt der Äpfel. Der Apfel der damaligen Zeit schmeckte sauer und war klein, kernreich und holzig. Er galt früh als lebensverlängerndes Heilmittel. Nach Europa gelangte er auf verschiedenen Wegen. Zum einen trugen vermutlich Pferde und Schwarzwild die Samen weiter. Zum andern geschah die Verbreitung über Handelsstrassen in den Bereich des Schwarzen Meeres und von dort weiter in südwestliche Regionen bis ans Mittelmeer.

Griechischen Botanikern verdanken wir unser Lieblingsobst

Die Griechen und die Römer kultivierten die Pflanze. Ihren Künsten verdanken wir den süssen Apfel, so wie wir ihn heute kennen. Sie entwickelten die Kunst des Pfropfens und verbreiteten sie in ihren Provinzen. Äpfel gehörten zu den teuren Genussmitteln. Ihnen wurde eine starke Wirkung als Aphrodisiakum zugeschrieben. Mit den römischen Armeen gelangte die Frucht im ersten Jahrhundert vor Christus bis in den Norden Europas.

Seit 2000 Jahren auch nördlich der Alpen zuhause

Die Kelten und die Germanen sahen im Apfel ein Symbol der Unsterblichkeit. Sie verarbeiteten die Früchte zu Mus und Most und gewannen mithilfe von süssem Honig ihr typisches Getränk, den Met. Bereits in den ersten Jahrhunderten nach Christus kultivierten die Bewohner des Rheintals Apfelbäume. Bis ins späte Mittelalter waren Äpfel Luxusobjekte. Als Symbol der Herrschaft stellte der Reichsapfel die Weltkugel dar und gehörte zu den Insignien der gekrönten Kaiser.

Sortenvielfalt und Lieblingsäpfel

Die älteste Apfelsorte, die wir dokumentiert finden, ist der Borsdorfer Apfel. Im 12. Jahrhundert findet er erstmals bei den Zisterziensern Erwähnung. Die Kultivierung vielfältiger Apfelsorten trat in den folgenden Zeitabschnitten einen Siegeszug an: Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren weltweit über 20’000 Variationen bekannt. Diese Vielfalt nahm seitdem wieder ab. Heute ernten wir in Mitteleuropa etwa 1’500 unterschiedliche Apfelsorten, 60 davon sind von wirtschaftlicher Bedeutung.

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