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Fastenkur oder Detox?

Richtig abnehmen und entgiften

Kaum verabschiedet sich der Winter, haben wir Lust aufs Frühjahrsputz. Aber nicht nur Haus und Garten wollen jetzt auf Vordermann gebracht werden: Es ist auch die ideale Zeit, den Körper zu entgiften. Den Organismus belastende Stoffe können durch eine Fastenkur oder eine Detox-Kur abtransportiert und ausgeschieden werden. Säuren werden neutralisiert und bald schon stellen Sie fest: Kommt der Stoffwechsel in Schwung und kann der Körper schädliche Stoffe leichter loswerden, fühlen Sie sich fitter, wacher und schöner.


Nun stellt sich die Frage: Fastenkur oder Detox? Beide haben das gleiche Ziel, nämlich das Wohlbefinden rundherum zu steigern, aber verschiedene Wege, dies zu erreichen. Damit es Ihnen leichter fällt, das richtige «Reinigungsprogramm» zu finden, stellen wir Ihnen beide Varianten vor:

Fasten heisst mehr oder weniger Verzicht auf Nahrung

Es gibt verschiedene Formen des Fastens, mit denen Sie Körpergewicht verlieren, gesund werden und bleiben und auch seelischen Ballast abwerfen können. Die bekanntesten Fastenmethoden stellen wir Ihnen nachfolgend kurz vor.

  • Schroth-Fasten sollten Sie nur nach Absprache mit Ihrem Arzt. Erlaubt sind bis zu 700 Kalorien am Tage, die Sie mit salzarmer Nahrung zu sich nehmen. Auf Fett wird verzichtet. Diese Diät wird über mehrere Wochen durchgeführt. Ein Merkmal ist das Trinkverhalten, das sich tageweise abwechselt: An einem Tag nehmen Sie höchstens einen Liter Wasser zu sich, am nächsten sollten es drei Liter sein.
  • Heilfasten nach Buchinger ist die wohl bekannteste Fastenmethode. Dabei wird auf jegliche feste Nahrung verzichtet und nur Flüssigkeit ist erlaubt. Heilfasten sollten Sie nicht allein zu Hause. Am besten fastet es sich in einer Gruppe Gleichgesinnter an einem schönen Ort, in den Bergen oder am Meer oder während einer Fastenwanderwoche, unter Anleitung.
  • Basen-Fasten lässt sich relativ gut in den Alltag integrieren. Es sind ausschliesslich basischen Lebensmittel erlaubt. Das bedeutet, dass sie sich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Salaten satt essen dürfen, sofern Sie akribisch darauf achten, dass alle Sorten basisch sind. Zudem sollten pro Tag drei Liter Wasser getrunken werden.
  • Intervallfasten ist ein Trend, der immer mehr Anhänger findet. Auch diese Art des Fastens ist alltagstauglich. Sie wechseln dabei täglich ab: Einen Tag nehmen Sie keine feste Nahrung zu sich, am nächsten essen Sie ganz normal.

Fasten tut Körper und Seele gleichermassen gut. Während die ersten Tage schwierig sind und es grossen Durchhaltewillen braucht, stellt sich nach kurzer Zeit ein richtiger Energieschub ein. Fastende berichten davon, dass sie sich viel frischer und fitter fühlen und allgemein geistig und körperlich leistungsfähiger sind. Allerdings ist Fasten nicht für jeden geeignet.

Vor allem vor längerem Fasten oder Heilfasten sollte unbedingt ein Check-up beim Arzt erfolgen. Nur wenn er zustimmt, sollten Sie das Fastenvorhaben durchziehen. Auf gar keinen Fall dürfen Sie fasten, wenn Sie unter schweren Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen, Arteriosklerose, Schilddrüsenüberfunktion, Essstörungen oder Tuberkulose leiden. Auch für Schwangere und Stillende ist fasten tabu, ebenso für Kinder.

Detox – Reinigung von innen und aussen

Detox ist eine natürliche, sanfte Art, Körper und Seele zu entgiften. Spätestens wenn Sie sich ohne vermeintlichen Grund ständig müde und antriebslos fühlen, Ihr Teint fad erscheint und Ihnen der Alltag über den Kopf zu wachsen sein, wird es Zeit für eine Detox-Kur. Diese sanfte Entgiftungskur ist nicht nur wirksam, sondern macht auch noch Spass. Im Grunde genommen geht es darum, Ihrem Organismus gute Nährstoffe zuzuführen, den Körper zu verwöhnen, ausreichend zu schlafen und einfach gut zu sich zu sein. Das tönt ziemlich simple und ist es mit folgenden Tipps auch.

Detox-Küche

Verzichten Sie während der Detox-Kur weitestgehend auf säurebildende Lebensmittel und Getränke. Die richtige Ernährung bildet die Grundlage für ein gesundes Leben. So gelingt die Ernährungsumstellung:

  • Verzichten Sie mindestens eine Woche lang auf alle säurebildenden Lebensmittel. Das heisst, dass Sie Fleisch, Zucker, Weissmehl, Alkohol und Kaffee nicht zu sich nehmen dürfen. Der Genuss von Milchprodukten sollte eingeschränkt werden. Erlaubt sind Hüttenkäse, Magerquark und Naturjoghurt in kleinen Mengen. Detox bedeutet nicht, dass Sie hungern müssen, im Gegenteil: Lebensmittel, die beim Entgiften helfen, schmecken und machen satt. Anfangs ist allerdings mit Entzugserscheinungen zu rechnen, die mehr oder weniger stark ausfallen, abhängig davon, wie sehr Ihr Körper bereits übersäuert ist. Häufig treten Kopfschmerzen und unreine Haut auf, auch kann Ihre Stimmung vorübergehend im Keller sein. Halten Sie trotzdem durch, denn schon nach wenigen Tagen werden Sie sich wie neugeboren fühlen.
  • In die Detox-Küche passen Gemüse, allen voran Blumenkohl, Brokkoli und andere Kohlarten, Wurzelgemüse, Fenchel, und grüne Salate. Ausserdem die meisten Getreidesorten, Nüsse, Kerne und Samen, kalt gepresste Öle, Obst und Beeren, Honig, Ahornsirup und Algen. Auch Gewürze, Sprossen und Knoblauchknollen sind ideal für eine Detox-Kur. Süsskartoffeln, Kartoffeln, Wildreis, Bulgur und Topinambur sowie Hülsenfrüchte sind sättigend und ebenfalls empfohlen. Um so wenig Umweltgifte wie möglich aufzunehmen, sollten unbelastete Lebensmittel aus biologischen Anbau bevorzugt werden.
  • Grüne Smoothies sorgen für den Energiekick zwischendurch und versorgen den Körper mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Auch Tee ist ideal. Ein Tipp: Tee aus geriebenen oder klein geschnittenen Ingwer mit Zitrone und mit etwas Birkenzucker oder Agavensirup gesüsst, schmeckt nicht nur lecker, sondern stärkt gleichzeitig auch das Immunsystem.

Die Detox-Ernährung können Sie entweder für eine begrenzte Zeit geniessen oder auf Dauer fortsetzen. Während Sie sich bei einer Kur von einer oder mehreren Wochen streng daranhalten sollten, ist es danach natürlich erlaubt, eine Tasse Kaffee zu trinken, etwas Fleisch oder ein Stück Kuchen zu geniessen.

Detox – Bäder und mehr

Um die Wirkung der Detox-Küche zu unterstützen, sollten Sie auf ausreichend Schlaf achten. Ein Basen-Bad vor dem Schlafengehen ist nicht nur angenehm und herrlich entspannend, sondern fördert die Entsäuerung. Gleichzeitig wird Ihre Haut elastischer und ganz zart. Die Haut leistet als unser grösstes Ausscheidungsorgan während der Detox-Kur Höchstleistungen. Um Pickel und Unreinheiten zu vermeiden, ist die mineralreiche Heilerde ein gutes Mittel. Als Packung aufgetragen, bindet sie während des Trocknens Schlacken, Talg und Bakterien. Nach etwa einer halben Stunde duschen sie lauwarm und entfernen dabei die Heilerde von Ihrer Haut, indem Sie diese wie bei einem Peeling kreisend abreiben.

Verzichten Sie während der Detox-Kur auf anstrengende Sportarten. Während der Entgiftung sollte der Körper entspannen können und nicht zu intensiv gefordert werden. Gar keinen Sport zu treiben, ist dagegen aber auch nicht empfehlenswert. Ideal sind Yoga, Walken, Spazierengehen, leichte Velotouren oder gemütliche Wanderungen.

Gönnen Sie sich während Fasten- und Detox-Kuren viel Ruhe und Zeit für schöne Dinge. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik, lesen Sie ein gutes Buch, gehen Sie in die Natur, arbeiten Sie im Garten oder meditieren Sie.

Wichtig: Wenn Sie unter chronischen oder akuten Erkrankungen leiden, sollte immer der Hausarzt mit einbezogen werden und entscheiden, ob eine Entgiftung ohne Aufsicht einer Fachperson ratsam ist!


Sabine Itting

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