Von Profis für Profis – unter diesem Motto führt Hans Peter Geser die Nufag Zentralschweiz. Mit Leidenschaft für Lastwagen und Lieferwagen, Innovationsgeist und einem klaren Fokus auf Menschen und Qualität steuert er das Traditionsunternehmen in die Zukunft.
von Ronnie Hürlimann
Lastwagen sind mehr als Nutzfahrzeuge – sie sind Herzblut. Wer mit Hans Peter Geser spricht, spürt sofort die Begeisterung. «Unsere Leute haben Diesel im Blut – und künftig auch Strom», sagt der Geschäftsführer der Nufag Zentralschweiz mit einem Lächeln. Der Slogan «Von Profis für Profis» ist für ihn nicht nur ein Spruch, sondern gelebte Realität. «Unsere Kunden sind Unternehmer, Profis in ihrem Bereich. Deshalb setzen wir selbst auf Fachkräfte, die ihr Handwerk von Grund auf gelernt haben.»

Kompetenz, die überzeugt
Seit über 40 Jahren bietet Nufag ein umfassendes Servicepaket: Verkauf, Reparaturen und Partnerdienste aus einer Hand. Das Besondere: modernste Technik und konsequente Investitionen. «Wir legen nicht lange Diskussionen darüber an, ob wir neue Geräte brauchen – wir beschaffen sie. Nur so können wir effizient arbeiten und unseren Kunden das Beste bieten.»
Elektro als Ergänzung
Die Elektromobilität erreicht auch die Nutzfahrzeugwelt. Erste Bestellungen von E-Trucks sind eingetroffen. «Daran gearbeitet haben wir noch nie – das wird spannend», sagt Geser. Doch er sieht das Thema realistisch: «Unsere Kunden kaufen Elektrofahrzeuge nicht aus reinem Umweltgedanken, sondern weil es sich rechnet oder weil Auftraggeber CO₂-Vorgaben machen. In gewissen Bereichen, wie bei Kehrichtwagen oder im städtischen Verteilerverkehr, ist Elektro ideal. Aber es ersetzt den Diesel nicht, es ergänzt ihn.»
Starke Partnerschaft
Seit 1983 verbindet die Nufag eine enge Partnerschaft mit
dem Nutzfahrzeughersteller MAN. «Wir sind ein unabhängiges, privates Unternehmen mit zwei Betrieben. Unsere Leute sind bei uns angestellt, nicht beim Hersteller – das verschafft uns Entscheidungsfreiheit und Nähe zu den Kunden», erläutert Geser.
Service, der weitergeht
Die Hauptkundschaft stammt aus dem Baugewerbe und dem regionalen Transport. Eine Besonderheit sind Spezialumbauten: «Wir können Fahrzeuge nach Kundenwunsch anpassen. In Luzern fahren viele 2,30 Meter breite LKWs von uns – perfekt für enge Gassen. Solche Lösungen verschaffen uns klare Vorteile.»
Besonders stolz ist Geser auf den 24-Stunden-Service. Eine Anekdote bleibt ihm in Erinnerung: «Ein Kunde war mit seinem Wohnmobil im Irak unterwegs. Ein Achsteil brach. Er rief mich mit dem Satellitentelefon an. Wir organisierten das Ersatzteil über Deutschland, und ein Verwandter brachte es per Flugzeug in den Irak. Das ist gelebter Service.»

Antwort auf den Fachkräftemangel
Wie fast alle in der Branche kämpft auch Nufag mit Fachkräftemangel. Die Antwort: konsequente Ausbildung. «Ohne unsere Lehrlinge hätten wir schon lange keine Leute mehr. Wir investieren viel in Nachwuchsförderung und übernehmen die meisten nach der Lehre.»
Besonders eindrücklich sind die Erfolgsgeschichten: Ein Lehrling, der anfangs als «zu langsam» galt, entwickelte sich zum erfolgreichen Verkäufer. Oder eine Mechatronikerin, die an den EuroSkills 2025 in Dänemark für die Schweiz Europameisterin wurde. «Solche Geschichten machen stolz und zeigen, wie viel Potenzial in jungen Menschen steckt.»
Vor drei Jahren passte Nufag die Arbeitszeiten an: kürzere Tage bei gleichem Lohn. «Viele hielten uns für verrückt, aber es war wichtig, um Mitarbeitende zu halten», so Geser. Seine Philosophie: flache Hierarchien, offene Türen, Wertschätzung und Vertrauen. «Wenn ich den Raum betrete, soll niemand zusammenzucken. Wir führen auf Augenhöhe – und fordern trotzdem Qualität.»
Geser selbst schöpft seine Energie aus zwei Quellen: der Faszination für Technik und der Arbeit mit Menschen. «Ich liebe Lastwagen. Ich will wissen, wie ein neues Modell funktioniert. Aber noch wichtiger sind die Menschen. Zu sehen, wie Mitarbeitende wachsen und sich entwickeln – das motiviert mich jeden Tag.»
















