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Autowaschanlage oder Handreinigung?

Auto reinigen

Insektenreste auf dem Kühlergrill. Vogelkot auf dem Lack. Bremsstaub auf den Felgen. Spätestens, wenn sich der Staub auf der Fahrzeugoberfläche für Notizen verwenden lässt, führt kein Weg mehr an der Autowäsche vorbei. Doch wie lässt sich ein stark verschmutzter PKW gründlicher reinigen, in der Autowaschanlage oder von Hand?

Welche Methode ist effektiver?

Um es gleich vorwegzunehmen: Effektiver und schonender ist tatsächlich die Reinigung von Hand. An bestimmte Problemzonen kommen die textilähnlichen Polyethylen-Bürsten der Waschanlage nicht heran. Dazu zählen Türeinstiege, die Bereiche hinter den Außenspiegeln und unter den Scheibenwischern, die Räder sowie stark abfallende Hecks. Demensprechend bleiben an all diesen Stellen unschöne Schmutzreste zurück.

Allerdings sollten Sie einige Punkte bei der Handwäsche beachten, um nicht versehentlich den Lack zu beschädigen:

  • Verwenden Sie ausschließlich für die Auto-Reinigung geeignete Putzutensilien. Der Schwamm sollte entweder neu oder sehr gut ausgewaschen sein. Achten Sie darauf, dass sich weder Staub noch Sand darin befinden. Sonst ruinieren Sie bei der Autowäsche von Hand den Fahrzeuglack.
  • Falls Sie einen Hochdruckreiniger verwenden, halten Sie einen Sicherheitsabstand von 30 cm ein. Sonst kann es zu Beschädigungen an Lack und Felgen kommen.
  • Bei der Verwendung von speziellen Reinigungsmitteln, etwa für die Felgen, befolgen Sie unbedingt die Herstellerhinweise.
    Eine Reinigung von Hand ist zwar effektiv, aber auch zeitintensiv und körperlich anstrengend. Autofahrer, die sich einfach nur ein einigermaßen sauberes, ansehnliches Auto wünschen, ziehen darum möglicherweise die Autowaschanlage vor, selbst wenn das Ergebnis nicht ganz so überzeugend ausfällt.

Wann ist eine Handwäsche sinnvoll?

Auto-Enthusiasten, die ihr Fahrzeug lieben, bevorzugen in den meisten Fällen die Handwäsche. Wenn Sie ein Fahrzeug mit empfindlichem Lack, ein älteres Cabrio mit Stoffdach oder einen Oldtimer von Staub und Schmutz befreien wollen, führt an der Handreinigung letztendlich kein Weg vorbei: Die Dächer älterer Cabrios halten den Wassermengen in einer Waschanlage nicht stand. Kunststofffenster verkratzen und werden blind.

Darf ich mein Auto auf meinem Privatgrundstück waschen

Das Waschen des Autos auf dem Privatgrundstück ist in der Schweiz nicht generell verboten. Laut Gewässerschutzgesetz dürfen jedoch keine Stoffe, die das Grundwasser verunreinigen, in den Boden gelangen. Anders gesagt: Öl, Kraftstoff und Reinigungsmittel dürfen nicht einsickern.

Das Amt für Umwelt und Energie (AFU) rät dazu, das Auto an bewilligten Waschplätzen mit Selbstbedienung zu waschen. Diese verfügen über Abwasservorbehandlungsanlagen und sorgen dafür, dass die Handwäsche des Autos die Umwelt nicht unnötig belastet.

Wie kann ich das Ergebnis der Autowaschanlage verbessern?

Falls Sie sich für die Autowaschanlage entscheiden, können Sie trotzdem ein passables Ergebnis erzielen: Reinigen Sie die typischen Problembereiche wie Kühlergrill und Radläufe mit einem Hochdruckstrahler gründlich vor. Auch hier gilt ein Mindestabstand von 30 cm, um Beschädigungen an Lack und Felgen zu verhindern.

Nach der Reinigung in der Waschanlage sollten Sie Türeinstiege, Außenspiegel und die Windschutzscheibe von Hand säubern.

Vor- und Nachteile der Fahrzeugreinigung von Hand

Vorteile

  • Schonend: Eine Handwäsche ist schonender zu Lack und Felgen als die Reinigung in der Waschanlage. Das liegt daran, dass Sie vor allem mit Schaum arbeiten und wenig Druck ausüben.
  • Gründlich: Bei der Auto-Reinigung von Hand erreichen Sie die für Bürsten schwer zugänglichen Stellen.

Nachteile

  • Zeitintensiv: Eine Handreinigung nimmt viel Zeit in Anspruch
  • Riskant: Ungeeignete Materialien wie harte oder verschmutzte Schwämme können den Lack beschädigen.
  • Beschränkt: Eine Unterbodenreinigung lässt sich nicht von Hand vornehmen.
  • Anstrengend: Für ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist die Autowäsche von Hand schwer oder gar nicht zu meistern. Wer Bewegung nicht gewöhnt ist, kann sich auf einen Muskelkater einstellen.
  • Nicht umweltfreundlich: Der Wasserverbrauch ist höher als der in einer Waschanlage.

Vor- und Nachteile der Autowäsche in der Waschanlage

Vorteile

  • Individuell: Es stehen zahlreiche Reinigungsprogramme zur Auswahl, mit denen die Autopflege individualisiert werden kann. (Teurer ist allerdings nicht unbedingt besser. In der Regel reichen günstige Wasch-Programme aus, um das Auto sauber zu bekommen.)
  • Schnell: Der Zeitaufwand ist gering. Selbst wenn Sie starke Verschmutzungen vorab mit einem Hochdruckreiniger einweichen und Schmutzzonen später von Hand beseitigen, ist die Autowäsche in wenigen Minuten erledigt.
  • Bequem: Abgesehen von der Vorbehandlung mit dem Hochdruckreiniger und kleinen Nachbesserungen ist nichts zu tun.
  • Umweltfreundlich: Der Frischwasserverbrauch ist gering, da die meisten Waschanlagen ein Wasserrecycling-System besitzen.

Nachteile

  • Teurer: Das Autowaschen kostet mehr, als wenn man selbst Hand anlegt.
  • Ineffektiv: Bei starken Verschmutzungen reicht eine Wäsche oftmals nicht aus, um den Wagen sauber zu bekommen. Dann sind mindestens zwei Durchgänge nötig.
  • Riskant: Manche Zusatzprogramme greifen den Fahrzeuglack an. Es kann zu Beschädigungen durch die von der Autowaschanlage verwendeten Textilbürsten kommen, wenn diese durch Schmutz und Sand verunreinigt sind.

Hauptsache sauber

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Aus ökologischer Sicht ist das Waschen des Autos in der Waschanlage eher zu empfehlen. Aber passionierte Auto-Fans werden es sich kaum nehmen lassen, ihr Fahrzeug in regelmässigen Abständen von Hand gründlich zu reinigen.

Text: Michaela Hövermann

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