Freitag, 30.09.2016 |
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Putzmittel selber machen

Frühjahrsputz – blitzblank mit natürlichen Reinigungsmitteln

Im Frühling packt es jeden: Jetzt wird Wohnung oder Haus gründlich geputzt! Die meisten schrubben mit aggressiven Reinigern und sind nach dem Grossputz so richtig geschafft. Das muss jedoch nicht sein: Putzen kann auch bequem sein und Spass machen.

Wer regelmässig den Schmutz unter Kontrolle hält, aufräumt, wäscht und bügelt, spart sich eine Menge Zeit. Es geht natürlich viel rascher, ein aufgeräumtes Zimmer zu putzen, als wenn vorher noch Ordnung gemacht werden muss.

Eine Grundausstattung an Putzmitteln muss vorhanden sein, ein umfangreiches Sortiment benötigt jedoch niemand. Vor allem lohnt es sich, mal einen Blick auf die Etiketten der Reiniger zu werfen: Selbst auf vielen Spülmitteln findet man den Warnhinweis, dass sie nicht in Kinderhände gelangen oder verschluckt werden dürfen. Möchten Sie damit wirklich Ihr Geschirr reinigen? Ähnlich sieht es bei so manchem Allzweckreiniger aus. Wenn Sie zu ökologischen Putzmitteln greifen, sind Sie auf der sicheren Seite: Diese reinigen nicht nur hygienisch sauber, sie schonen auch die Umwelt und Ihre Gesundheit.

Giftstoffe

Reinigungsmittel, mit denen Sie Ihren Haushalt nebenwirkungsfrei zum Strahlen bringen, können Sie sich ganz einfach und kostengünstig selbst herstellen:

Allzweckreiniger aus natürlichen Zutaten selber machen

Sie benötigen eine Kernseife (am besten aus dem Reformhaus, da diese kein Palmöl enthält), Saft von einer halben Zitrone, Wasser und eventuell ein ätherisches Öl. Dieses duftet nicht nur gut, sondern kann, je nach Wahl, auch noch Bakterien, Pilze und Viren beseitigen. Besonders wirksam ist Lavendelöl, Teebaumöl oder Eukalyptusöl.

  • Kernseife an einer Rösti Raffel in einen Topf reiben und eine Tasse Wasser dazugeben.
  • Unter Rühren erhitzen.
  • So viel Wasser aufgiessen, dass der Reiniger nicht zu dickflüssig wird.
  • Zitronensaft dazugeben, nochmals kräftig durchrühren.
  • Vom Herd nehmen, etwas abkühlen lassen und ein paar Tropfen eines ätherischen Öls untermischen.
  • In eine Flasche füllen – fertig.

Sie können auch mehrere kleinere Flaschen füllen und den Reiniger eine Zeit lang aufbewahren. Sollte er für den nächsten Gebrauch zu fest sein, einfach 10 Minuten in ein Wasserbad stellen und dann kräftig schütteln. Soll es schneller gehen, geben Sie einen Schluck heisses Wasser in die Flasche.

Backofen und Abfluss chemiefrei reinigen mit Backpulver

Wahrscheinlich kennen Sie das auch: Backofen, Bleche oder Gitter zieren angebackene oder verkrustete Reste, die schwer zu entfernen sind. Mit aggressiven Spezialreinigern und viel Kraft machen Sie sich dann daran, diese schrubben. Wird der Ofen das nächste Mal aufgeheizt, riecht er unangenehm: Die Dämpfe der Chemikalien haben eigentlich in der Küche nichts zu suchen, finden Sie nicht auch? Findet sich in Ihrem Haushalt Backpulver oder Natron? Perfekt: Dann wird Ihr Backofen bald wieder blitzsauber sein! Alles, was Sie benötigen sind ausser dem Backpulver oder Natron Wasser und ein Schwamm.

  • Streuen Sie eine Schicht des Pulvers auf die verschmutzten Stellen und geben Sie Wasser darüber. Das geht am besten mit einer Sprühflasche.
  • Eine Stunde einwirken lassen.
  • Mit dem Schwamm abwischen und schon glänzt Ihr Backofen wieder.

Auch verstopfte Abflüsse kommen in jedem Haushalt mal vor. Vorbeugend sollten Sie ein- bis zweimal im Monat einen Beutel Backpulver in den Abfluss schütten und eine Tasse Apfelessig hineingiessen. Fliesst das Wasser bereits sehr spärlich ab, wird es höchste Zeit für eine gründliche Reinigung. Dann erhöhen Sie die Backpulvermenge und verwenden entsprechend mehr Essig. Die Verbindung von Essig und Backpulver sprudelt kräftig und löst den Schmutz. Warten Sie mindestens eine Viertelstunde und spülen Sie dann mit reichlich heissem Wasser nach.

Wohnungsreinigugn

Kartoffelschalen und Pastawasser – zwei starke Fettlöser und Putzmittel

Zum Putzen und Polieren haben wir noch einen Tipp aus Grossmutters Überlieferung: Kartoffelschalen wie auch Nudeln enthalten Stärke. Beim Kochen von Pasta wird die Stärke teilweise ins Wasser abgegeben. Schütten Sie es deshalb nicht weg! Es ist ideal als Fettlöser und kann sogar zum Geschirr spülen verwendet werden. Mit den Schalen roher Kartoffeln lässt sich dagegen hervorragend Edelstahl polieren, oder Leder reinigen. Die Schalen werden einfach anstelle eines Putztuches verwendet. Eine ähnliche Wirkung erreichen Sie mit einer rohen, in der Mitte durchgeschnittenen Kartoffel. Verwenden Sie Kartoffelschalen zum Putzen eines Spiegels, wird dieser nicht nur streifenfrei sauber, sondern beschlägt beim Duschen nicht mehr so schnell.

Zitronensaft, Essig und Natron – drei Helfer für strahlend saubere Wäsche

Gardinen bekommen mit der Zeit einen Grauschleier. Wenn Sie rauchen wirken sie schnell vergilbt. Auch hier helfen natürliche Produkte auf sanfte Weise: Feinwäsche und Gardinen weichen Sie, bevor diese in die Waschmaschine kommen, über Nacht in Wasser, dem Natron und Zitronensaft beigegeben wurden, ein. Auf diese Weise können nicht nur weisse Wäsche und Gardinen wieder blütenweiss werden, sondern lassen sich auch Flecken entfernen. Sie können auf das Einweichen verzichten, indem Sie ein Vorwaschprogramm starten, in welches Sie ca. einen Viertelliter Zitronensaft geben.

Ein positiver Nebeneffekt der selbst gemachten Putzmittel aus natürlichen Zutaten: Ihr Hände und Fingernägel werden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem duften Ihre Wäsche und Wohnung nicht nach chemischen Reinigern, sondern natürlich, frisch und sauber.

Text: Sabine Itting

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