Das Elektrovelo – nur für Unsportliche? Von wegen!

Das Elektrovelo – nur für Unsportliche? Von wegen!

Sie möchten ein neues Velo kaufen und sind unsicher, was für ein Modell es sein soll? City Bike, Mountainbike oder doch ein Elektrovelo? Alle drei haben ihren Preis. Deshalb macht es natürlich Sinn, vor einer Neuanschaffung abzuwägen, welche Ausführung die geeignete ist. Schliesslich soll das neue Velo doch für lange Zeit ein treuer Begleiter im Alltag und in der Freizeit sein. Das elektrisch betriebene Velo hat in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und sein Ruf ist heute wesentlich besser, als in seiner Anfangszeit. Laut „Velosuisse“ wurden 2014 16.7% mehr E-Bikes verkauft als im Jahr 2013. Davon waren ca. 75 % Leicht-Motorfahrräder.

Wir wollten die Vorzüge eines Elektrobikes kennenlernen und haben uns umgesehen und umgehört.

Das Elektrovelo als Fitnesstrainer

Waren Sie bisher der Meinung, ein Elektrovelo sei nur etwas für Senioren, Kranke oder Faule? Dann bitten Sie doch einmal im Bekanntenkreis oder bei einem Händler um ein Elektrovelo für eine Probefahrt! Wenn Sie es nach ein paar Stunden zurückgeben, sind Sie mit Sicherheit müde und hungrig und haben vielleicht sogar am nächsten Tag einen Muskelkater. Klar, der Motor sorgt dafür, dass sie leichter bergauf kommen. Beim geradeaus Fahren ist die Anstrengung jedoch etwa gleich wie bei einem normalen Bike, und ohne Beinarbeit geht es nicht. Ein Elektrobike ist kein Roller und von alleine fährt es keineswegs: Auch ein elektrisch betriebenes Velo hält Sie fit! Radeln Sie damit regelmässig, werden Sie weniger „geschafft“ und verschwitzt wieder nach Hause kommen, als mit einem Mountainbike. Aber Muskeln, Gelenke, Herz, Kreislauf und Puls werden optimal trainiert. Das Elektrovelo hat mehr Gewicht, als ein normales Fahrrad – Sie jedoch werden auch beim Biken mit dem elektrischen Velo einige Kilo verlieren! Verschiedene Umfragen zeigen übrigens, dass E-Bike-Radler deutlich weitere Strecken fahren, als jene mit herkömmlichen Velos.

Elektrovelo

Elektrovelo – ja oder nein?

Diese Entscheidung ist nicht einfach. Um Ihnen einen erste Überblick zu geben, fassen wir nachfolgend einige Fakten zusammen, die beim Kaufentscheid eine Rolle spielen:

  • Oft wird angenommen, dass für ein Elektrovelo grundsätzlich ein Führerschein nötig ist. Das ist falsch! Als Leicht-Motorfahrzeug kann das Elektrovelo ohne Führerschein benutzt werden. Ebenso ist keine Versicherung vorgeschrieben. Sie dürfen mit dem elektrisch betriebenen Velo überall dort fahren, wo auch andere Fahrräder erlaubt sind. Die Geschwindigkeit des Motors ist beschränkt, denn er dient lediglich dazu, das Treten zu unterstützen. Das Elektrovelo darf nicht mit einem E-Bike verwechselt werden: Diese können auch ohne zusätzliches Treten fahren!
  • Die Reichweite einer komplett geladenen Batterie hängt von diversen Fakten ab. So spielt es beispielsweise eine Rolle, wie schwer Sie sind und wie viel Gepäck Sie mit sich führen, ob sie oft bremsen müssen und ob es Gegenwind gibt. Es lässt sich nicht pauschal beantworten, wie weit Sie mit einer Batterieladung radeln können. Die Distanz kann zwischen ca. 50 – 200 Kilometern variieren.
  • Die Umweltfreundlichkeit spielt für viele eine Rolle. So auch für Pendler, die täglich zum Arbeitsplatz gelangen müssen. Mit einem Elektrovelo tun Sie etwas für Ihre Fitness, ohne ausgepowert im Büro anzukommen. Sie müssen sich nicht um Parkplätze kümmern und produzieren kaum CO2, wenn Sie das Auto in der Garage stehen lassen.
  • Natürlich spielt auch die Sicherheit eine nicht unbedeutende Rolle. Der Motor ist so konstruiert, dass die Stromzufuhr beim Bremsen sofort gestoppt wird. Trotzdem kann der Bremsweg etwas länger sein. Insgesamt können Sie mit einem Elektrofahrrad schneller reagieren und nach einem Stopp sicherer anfahren. Ein Helm ist nicht zwingend vorgeschrieben, sollte zur Ihrer eigenen Sicherheit aber getragen werden.

E-Bike

Unterschied Elektrovelo – E-Bike

Die oben genannten Informationen beziehen sich auf Leicht-Motorfahrräder, mit einer maximalen Motorleistung von 500 Watt. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 25 km/h beschränkt. E-Bikes dagegen können auch nur durch den Motor betrieben werden und ein zusätzliches Treten ist nicht zwingend nötig. Für ihre Benutzung muss der Fahrer den Führerausweis Kategorie F vorweisen können. Er benötigt sowohl ein Kontrollschild als auch eine Zulassung und muss sich an die Helmpflicht halten. Das E-Bike kann eine Motorleistung bis zu 1000 Watt haben und, wenn Sie kräftig treten, bis zu 45 km/h schnell sein.

Wenden Sie sich für den Kauf eines Elektrovelos an einen Fachhändler und scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Er erwartet von Ihnen selbstverständlich nicht, dass Sie sich mit allen technischen Details auskennen und wird Sie gerne beraten.


 

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