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Aufpoliert: Historische Türen in neuem Glanz

So schön sind historische Türen

Historische Türen sind nur noch in alter Bausubstanz zu finden: unsanierte Mehrfamilienhäuser, alte Mietkasernen, Bauernhäuser oder Einfamilienhäuser. Moderne Eingangstüren und praktische glatte Innentüren mit laminierten Oberflächen ersetzen vielfach die facettenreichen alten Holztüren. Gut erhaltene Türen aus massivem Holz sind jedoch viel zu schade, um sie zu Feuerholz zu verarbeiten.

Neue oder alte Tür – nur die Optik entscheidet?

Eine Haus- oder Wohnungstür ist wie eine Visitenkarte und das Tor zum individuellen Heiligtum. Moderne Türen sehen schön aus, doch alte Türen erzählen Geschichten. Sie haben viele Personen ein- und ausgehen sehen und verleihen einem Haus oder einer Wohnung einen unverwechselbaren Charme. Als antik gilt eine Holztür, wenn sie mindestens 100 Jahre alt. Bei vielen kunstvoll gearbeiteten Eingangstüren spürt man die Liebe und das Geschick des Tischlers in jeder Holzfaser, in jeder Kassette und in jeder Ornamentierung. Ist die Holzsubstanz von Türrahmen und Türblatt intakt, lohnt es sich, diese Teile zu erhalten und neu aufzupolieren, um den Wert einer historischen Tür zu erhalten.

Selfmade: Sparen beim Aufarbeiten alter Türen

Möbelrestauratoren verhelfen nicht nur antiken Möbeln zu neuem Glanz, sondern restaurieren auch historische Türen fachgerecht. Das gelingt durch die Anwendung fast vergessener Arbeitsweisen und Techniken des Möbelhandwerks und hat natürlich seinen Preis. Müssen Haus und Tür keine Denkmalschutzauflagen erfüllen, kann der Besitzer mit den geeigneten Werkzeugen auch selbst Hand anlegen. Bei der Beseitigung unzähliger Lackschichten kommt die wahre Schönheit einer alten Tür zum Vorschein inklusive der Schäden wie Wurmlöcher, Risse und Kratzer. Alte Glasfüllungen müssen möglicherweise gegen Sicherheitsglas ausgetauscht werden.

Wenn der Lack ab ist, zeigt sich die Holzqualität

Erst jetzt können Sie entscheiden, ob die Tür ihr Holz zeigen darf oder mit einer neuen Lackschicht versiegelt werden muss. Manchmal schliessen alte Türen nicht richtig; sie klemmen, schleifen, knarren oder quietschen. Gegen unschöne Türgeräusche hilft Öl oder Fett in den Scharnieren. Auf dem Boden schleifende Türen können gekürzt werden. Hat sich jedoch die gesamte Bausubstanz des Hauses verändert, hilft oft nur ein Austauschen oder Neusetzen des Türrahmens, damit die Tür wieder ordentlich greift. Denn meistens hat sich nicht die Tür «verzogen», sondern das Gebäude. Folgende Arbeitsschritte sind bei jeder alten Tür notwendig:

  • Fachgerechtes Entfernen der alten Lackschichten
  • Abschleifen und Ausrichten der Tür
  • Beschädigungen unsichtbar machen
  • Türfüllungen reparieren, Glas neu einfassen
  • Oberflächenbehandlung mit Lasur oder Lack

Zurück in die Zukunft: Antike Türen als Wertanlage

Das Aufbereiten einer historischen Tür kostet nicht mehr als eine neue Tür im derzeit angesagten Chabby-Chic, der auch in der Inneneinrichtung zu finden ist. Hierbei werden Möbel (und eben auch Türen) aus Holzverbundstoffen neu gefertigt und auf alt getrimmt. Auch hochwertige Eingangstüren im Antik-Look kommen trotz bester Verarbeitung nicht an den Charme einer echten alten Tür heran, die unter Umständen eine Wertanlage darstellen und mitsamt dem Eigenheim vererbt werden kann. Wer wissen will, ob sich die Restauration lohnt, lässt seine alte Tür von einem seriösen Restaurator begutachten. Die Expertise kostet etwa 120 CHF.

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