Dienstag, 06.12.2016 |
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April, April!

Bleiben Sie auf der Hut!

Immer einmal im Jahr passieren auf der ganzen Welt sonderbare Dinge. Merkwürdige Tiere werden entdeckt, Spaghetti ab Bäumen geerntet und die Landesgrenzen einfach mal so verschoben. Interessanterweise geschehen diese kuriosen und oft auch unglaublichen Dinge immer am selben Tag – nämlich am 1. April! Wir zeigen auf,  woher der Brauch des April-Scherzes stammt, lassen die legendärsten Einfälle der letzten Jahrhunderte Revue passieren und verraten euch einige lustige Klassiker zum selber Ausprobieren – viel Spass!  

Der historische Ursprung des April-Scherzes ist nicht belegt

Der Begriff „jemanden in den April schicken“, also jemanden veräppeln, taucht im Verlaufe des 17. Jahrhunderts zum ersten Mal auf, während vom „Aprilscherz“ erst seit dem 19. Jahrhundert die Rede ist. Woher dieser Brauch stammt ist allerdings nicht überliefert. Es kursieren verschiedene Theorien, wovon keine einzige historisch belegt werden kann.

Es wird unter anderem vermutet, dass…

… der 1. April, ähnlich wie der Freitag, der 13., ein Unglückstag ist. Tatsächlich gilt der 1. April je nach Überlieferung als Geburts- oder Todestag von Judas und zugleich sogar als der der Tag, an dem der Teufel in die Hölle eingezogen sei. So viel Schlimmes an einem Tag? Prädestiniert um die Mitmenschen so richtig reinzulegen, dachte sich da wohl ein findiger Spassvogel.

… der französische König den Brauch ins Rollen gebracht hat. Denn er hatte 1564 durch eine Kalenderreform den offiziellen Jahresanfang vom 1. April auf den 1. Januar verlegt. Die Menschen, die dies nicht mitbekommen hatten und weiterhin am 1. April das neue Jahr begrüssten, wurden fortan als „Aprilnarren“ verspottet.

… der Monat April selbst schuld daran ist: Er gilt als Übergang zwischen Winter und Sommer. Früher gab es die Redensart „der starke Sommer hält den schwachen Winter zum Narren“ – das beginnen wir jetzt im April zu spüren. Zudem hält uns der April mit seinem wechselhaften Wetter regelmässig selbst zum Narren.

Bunte Hühner und ein neuer Schweizer Kanton: Einige legendäre April-Scherze der Medien

  • So oder so, der 1. April macht einfach Spass und vor allem die Medien der meisten europäischen Ländern und in den USA probieren sich an diesem Tag mit aberwitzigen Scherzen zu überbieten.  Der älteste in einer Zeitung veröffentlichte April-Scherz entstammt dem Jahre 1774. Dort war zu lesen, man könne ganz einfach Hühner in bunten Farben züchten. Dafür müsse man lediglich den Hühnerstall in der gewünschten Farbe anstreichen – die Hühner würden sich dann anpassen und chamäleonartig die Farbe wechseln.
  • Einer der legendärsten April-Scherze kam in Form eines TV-Beitrags der britischen BBC von 1957. Darin wurde todernst über die Spaghettibäume und deren Ernte im Tessin berichtet. Sogleich meldeten sich über 100 Zuschauer, die sich nach Möglichkeiten erkundigten, einen solchen Teigwarenbaum zu erstehen.
  • Die Briten sind ja sowieso für ihren schrägen Humor bekannt. So war es wieder der TV-Sender BBC der 1976 die Nachricht über ein astronomisches Phänomen verbreitet, welches am 1. April genau um 9.47 Uhr eintreffen werde. Wenn man nämlich genau zu diesem Zeitpunkt in die Luft springe, könne man die Schwerelosigkeit erfahren. Einige hundert Briten meldeten sich nachher bei BBC und verkündeten ihren Erfolg – ob es sich dabei wohl auch um einen April-Scherz gehandelt hat, ist nicht bekannt.
  • 1995 stellte das Discovermagazin die Entdeckung einer neuen Tierart mit dem interessanten Namen „Heissköpfiger Nackteisbohrer“ vor. Diese fleischfressende, maulwurfartige Spezies fand ein selten dagewesenes Zuschauerinteresse.
  • Am 1.April 2015 sorgte Radio SRF 1für einen Lacher, als es verkündete, dass Konstanz per sofort zur Schweiz beigetreten ist: Punkt 12 Uhr werde der Grenzstein verschoben. Die Bevölkerung sei zu diesem freudigen Anlass herzlich eingeladen zu St.Galler-Bratwurst, während die Konstanzer Blasmusik die Schweizer Hymne spiele.

Klassiker zum Nachmachen

  • Familienmitglieder mit etwas Ekligem überraschen, wie zum Beispiel einer Plastikspinne im Essen oder Senf in der Zahnpasta-Tube.
  • Simpel aber vor allem in grösseren Kreisen lustig: Das Opfer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu einer sinnlosen Handlung zu bewegen. Wie zum Beispiel den Hosenladen zu schliessen, obwohl er zu ist oder die Türe zu öffnen, obwohl es gar nicht geklingelt hat.
  • Im Büro ist es immer wieder lustig, die lieben Kollegen mittels PC-Manipulation in den April zu schicken. Der Klassiker: Die Bildschirm-Ansicht auf den Kopf drehen. Dafür reicht die einfache Tastenkombination  “STRG“ ,“ALT“ und “Pfeil nach unten“ (mit “STRG“ ,“ALT“ und “Pfeil nach oben“ wird es rückgängig gemacht)
  • Hungrige Kids oder WG-Partner? Dann einfach eine Schüssel mit Milch und Cornflakes über Nacht in den Tiefkühler und am Morgen scheinbar frisch auftischen.

Und jetzt viel Spass am 1. April!

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